Propeller

Begriffserklärung

Themenbereiche

Auf dieser Seite haben wir für Sie Erklärungen zu Begriffen rund um den Propeller zusammengestellt.

Seitenthemen:


Drehrichtung


Da nicht alle Bootsmotoren und Antriebe die selbe Drehrichtung haben, gibt es links- und rechtsdrehende Propeller. Deswegen ist es wichtig beim Propellerwechsel die Drehrichtung zu beachten.
Ob ein Propeller links- oder rechtsdrehend ist kann man unterscheiden, indem man den Propeller auf eine waagerechte Fläche legt und schaut in welche Richtung der obere Teil der Propellerflügel zeigt, dies entspricht der Drehrichtung.

Es macht weiterhin Sinn bei Doppelmotorisierung 2 Propeller mit unterschiedlichen Drehrichtungen zu installieren, dies hebt den Radeffekt auf.

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Freischlag


Der Abstand zwischen Propeller und Bootsrumpf bei Wellenanlagen wird als Freischlag bezeichnet.
Der Freischlag sollte 20% des Propellerdurchmessers betragen, das sonst starke Vibrationen auftreten können.

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Kavitation


Da sich der Propeller mit einem Anstellwinkel durch das Wasser dreht, entsteht, wie bei einem Flugzeugflügelprofil, am Propeller eine Druck- und eine Saugseite.

Je schneller die Blätter das Wasser durchschneiden, desto niedriger ist der Druck an der Saugseite der Blätter. Bei einer bestimmten Geschwindigkeit ist der Druck an der Saugseite so niedrig, daß das Wasser verdampft dadurch bilden sich Dampfblasen (Wasser kocht bei niedrigem Druck bereits bei Temperaturen von 20 °C).

Jetzt macht sich die Wirkung der Kavitation bemerkbar. Da die Blasen die Propellerblätter "dicker" machen, erhöht sich der Widerstand bei der Bewegung durch das Wasser und die Leistung des Propellers nimmt ab.
Die Blasen wandern an den Blättern entlang, wenn sie dabei eine Stelle erreichen, wo der Wasserdruck höher ist, kollabieren oder implodieren sie abrupt. In diesem Fall wird Energie freigesetzt, die auf den Propeller einwirkt und die Blattoberfläche angreift und nach und nach Material aus der Oberfläche "sprengt". Die daraus entstehende Beschädigung ist als Erosion oder Kavitation bekannt.

Es gibt verschiedene Ursachen für Kavitation: Eine unebene Vorderkante eines Blattes, eine zu starke Blattwölbung, zu scharfe Blattkanten oder eine unzulängliche Ausführung der Blattoberfläche.

Bei Booten mit sehr hohen Geschwindigkeiten empfehlen sich Niro-Propeller mit entsprechend geringeren Blatt-Materialstärken, die das Einsetzen der Kavitation verhindern bzw. in einen höheren Geschwindigkeitsbereich hinausschieben.

Kaviation kann auch von beschädigten Propellern hervorgerufen werden, deren Vorderkante zu scharf ist.

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Propellerkonus


Der Propellerkonus ist eine kegelförmige Reduzierung des Propellerwellendurchmessers zum Ende hin. Der Propellerwellenkonus dient einer zentrierten Installation des Propellers, durch den Konus muss nur von einer Seite eine Sicherung des Propellers vorgenommen werden.
Der Propellerwellenkonus wird mit der Konizität angegeben. Wenn Ihnen ihr Propellerkonus nicht bekannt ist, lassen Sie sich dieses durch das Formular errechnen.

Propellerkonus errechnen

øD = mm
ød = mm
L = mm
x = 1:

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Propellermasse


Durchmesser: Der Durchmesser eines Propeller ist der Durchmesser des Kreises den der Propeller bei der Drehbewegung beschreibt.
Die Wahl des Durchmessers ist abhängig von der Propellerdrehzahl, der zur Verfügung stehenden Leistung und der angestrebten Höchstgeschwindigkeit.

Steigung: Die Steigung gibt die Strecke an die der Propeller bei idealisierter Rechnung mit einer Umdrehung zurücklegen kann. In der Praxis verringert sich diesem Wert jedoch aufgrund von Schlupf, da Wasser ein viskoses Medium ist.

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Radeffekt


Der Radeffekt sorgt dafür, dass der sich drehende Propeller nicht nur Schub erzeugt, sondern gleichzeitig ein versetzen des Schiffsrumpfes zu einer Seite bewirkt
Während der Radeffekt bei Aquamatikantrieben und Aussenbordmotoren keine Rolle spielt, da er durch leichtes gegenlenken ausgeglichen werden kann, tritt er bei festen Wellenanlagen als Störfaktor auf. Dieser Effekt macht sich vor allem beim aufstoppen oder der Rückwärtsfahrt stark bemerkbar.

Die Ursache des Radeffektes ist der Drall des Propellers, der auf den Schiffsrumpf trifft. Während er auf der einen Seite auf den Rumpf trifft und einen Überdruck bewirkt ist dieser Widerstand auf der anderen Seite nicht gegeben, dadurch drückt der Überdruck das Bootsheck zur Seite.

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Hinweis zu Abholung/Ladengeschäft: nicht bei Schmidt & Seifert oHG in Salzhausen möglich, besuchen Sie hierfür bitte Schmidt & Seifert GmbH, Billwerder Ring 2, 21035 Hamburg. Geschäftszeiten: Montag-Freitag 10-18 Uhr.

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